Alpine Kulturreise Reisedetails
Wagnisreisen Logo
Schweizer Bergführerverband Logo

Beschreibung der Reise

 

Alpine Kulturwanderungen Ötztal

 

1. Tag

Anreisen und Ankommen: Im Jahr 1940 wurde der Film „Geierwally“ auf den Rofenhöfen gedreht. Wir haben hier für drei Nächte unseren Stützpunkt im idyllischen Rofental und in der gemütlichen Atmosphäre des Geierwallihofes. Mit dem Shuttelbus werden wir aus Vent abgeholt.

 

2. Tag

Rofen – Wandertheater - Rofen

Zum Einstieg in unsere Kulturreise lassen wir uns von einem ganz besonderen Kulturschauspiel verzaubern: Wir begleiten das Wandertheater „Friedl mit der leeren Tasche“ und erleben ein alpines Drama, welches sich im 15. Jahrhundert in dieser Region abgespielt hat, als Erzherzog Friedrich von Tirol auf seiner Flucht von Konstanz nach Meran Unterschlupf auf den Rofenhöfen fand. Die Szenen dieser heutigen Zeitreise führen uns von Vent über die Rofenhöfe bis zur Martin-Busch Hütte. Über Funkkopfhörer sind wir mit den Schauspielern verbunden und erleben das Theaterstück an den Originalschauplätzen. Auf der Martin-Busch Hütte planen wir eine kurze Brotzeit ein und wandern zurück zu den Rofenhöfen, die wir gegen 18:30 erreichen.

 

⇔15,2km          ⇑641m                        ⇓641m         Nettogehzeit im Theatertempo

 

3. Tag

Rundwanderung, optional Wildes Mannle, Kultur

Wir starten den Tag mit einer Rundwanderung über den Panoramaweg oberhalb der Rofenache ins Vernagttal mit Blick auf den Großen Vernagtferner. Am Vernagteck bekommen wir einen tiefen Einblick ins Rofental und mit ein bischen Glück können wir dort Steinadler beobachten. Unter dem Eindruck der tosenden Rofenache wandern wir bis ca. 15:00 zurück zur Unterkunft. Ab ca. 16:00 geht es mit dem kulturellen Teil unserer Reise weiter: Über eine von den Brüdern Klotz 1967 erbaut Hängeseilbrücke wurde der Zugang der Rofenhöfe über die Rofenache erleichtert. Sie wurde 1984 vom Land Tirol erneuert und führt uns auf einer Länge von 46 Metern über die 31 m tiefe Schlucht. Wir schauen sie uns an und besichtigen einige Skulpturen von Künstlern aus der Region. Nachdem wir am Vortag die Bedeutung der Rofenhöfe für den Erzherzog Friedrich von Tirol erfahren haben, sind wir ab 17:00 zu Gast bei der Familie Klotz und lassen uns in heimischer Atmosphäre von ihrer 600 jährigen Familiengeschichte, dem Leben in dieser abgelegenen Region und ihren besonderen Rechten erzählen. Wir machen einen Abstecher in die landwirtschaftliche Vergangenheit und lernen die weltberühmte Haflingerzucht kennen. Den Abend lassen wir im Gasthof Rofen ausklingen.

 

Je nach Bedarf und Können der Gruppe ist alternativ zur Panoramarundwanderung auch eine Besteigung des Wilden Mannle mit 3023müNN möglich.

 

Pamoramaweg

⇔15,2km          ⇑560m                        ⇓920m           Nettogehzeit 5:00

 

Vent - Wildes Mannle - Rofen

⇔7,3km            ⇑870m                        ⇓1172m         Nettogehzeit 4:30

 

4. Tag

Rofen - Hochjoch Hospiz

Der heutige Tag soll kürzer ausfallen. Wir wandern in das wildromatische Rofental hinein und haben Zeit für Naturbeobachtungen: Auf der gegenüberliegen Talseite leben Murmeltiere und Füchse. Mit ein bisschen Glück können wir sie mit Ferngläsern beobachten. Das Hochjoch Hospiz mit 2413müNN erreichen wir noch am Vormittag. Nachmittags ist ein Abstecher zum Kesselwandferner möglich.

 

⇔6,2km           ⇑390m                        ⇓0m               Nettogehzeit 2:30

 

5. Tag

Hochjoch Hospiz – Schafübertrieb - Kurzras

Eine der beeindruckendsten und lebendigsten Traditionen der Bergbauern ist der seit Jahrhunderten unveränderte jährliche Auf- und Abtrieb ihrer Schafe. Er basiert auf dem im Jahr 1415 geschlossenen Weiderechtsvertrag zwischen den Bauern von Vent und Schnals und enthält das Weiderecht von Mitte Juni bis Mitte September. An diesem Schaftrieb werden wir heute teilnehmen. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wir begleiten die Hirten mit ihren Schafen und Hunden über das Hochjoch (2857müNN) mit der „Schöne Aussicht Schutzhütte“ und feiern nach unserer Ankunft in Kurzras am Nachmittag mit den Einheimischen das große Hirtenfest.

 

⇔11,9km         ⇑751m                        ⇓1145m          Nettogehzeit im Schafstempo

 

6. Tag

Kurzras - Similaunhütte

In der Morgenstimmung wandern wir über einen hoch über dem Schnalstal gelegen Panoramaweg durch schattige Nadelwälder zum Vernagt-Stausee hinab. Von dort beginnen wir mit dem Aufstieg zum Niederjoch mit der Similaunhütte auf 3019müNN. Hier sind wir direkt auf der Grenze Südtirol/Tirol, die durch die Wasserscheide festgelegt ist. Das Schnalstal haben wir nun verlassen und das Niedertal erreicht. Von hier können wir den Blick auf die umliegenden Gipfel, den Similaun (3603müNN), den Niederjochferner und zurück ins Vinschgau genießen. Es gibt die Möglichkeit diesen langen Wandertag mit einer Busfahrt um gut 2h zu verkürzen und vom Vernagt-Stausee aus direkt aufsteigen. Die Nutzung des Materiallifts zur Hütte ist i.d.R. möglich.

 

⇔12,3km        ⇑1337m                      ⇓340m              Nettogehzeit 6:00 (optional 4:00)

 

7. Tag

Similaunhütte – Ötzi´s Fundstelle – Martina-Busch Hütte

Unser Gepäck lassen wir an der Hütte. Eine Wanderung über ein wenig Blockgelände und versichertem Felsgrat mit Blick auf die Finailspitze führt uns heute zum Tisenjoch auf knapp 3200müNN. Hier wurde im Jahr 1991 die circa 5250 Jahre alte Gletschermumie „Ötzi“, „Der Mann vom Hauslabjoch“, entdeckt. Das nahegelegene Hauslabjoch (3283müNN) gewährt uns einen Einblick in die Gletscherwelt des Hochjochferners. Auf selbigem Weg gehen wir zu einem zweiten Frühstück zurück zur Similaunhütte. Unsere Wanderung unterhalb des Marzellkamms, entlang des Niederjoch-Baches führt uns zurück zur schon bekannten Martin-Busch Hütte.

 

Similaunhütte – Hauslabjoch und zurück

⇔4,2km         ⇑350m                        ⇓350m               Nettogehzeit 2:30

 

Similaunhütte – Martin-Busch Hütte

⇔4,8km         ⇑122m                        ⇓638m               Nettogehzeit 2:00

 

8. Tag, Mittwoch, 16.09.2020

Martin-Busch Hütte – Kreuzspitze - Vent

Ein fest geplanter Gipfeltag muss sein: Unser Gepäck können wir wieder an der Hütte lassen und mit leichtem Tagesgepäck am Morgen die Kreuzspitze (3455müNN) besteigen. Wir sind hier mit den großen Bergen der Umgebung fast auf Augenhöhe und bekommen von der Wildspitze mit 3770müNN einen spektakulären Eindruck. Nach dem Abstieg und einer kurze Brotzeit wandern wir durch das Niedertal nach Vent. Am Zusammenfluss des Nieder- und Rofentales verweilen wir an steinzeitlichen Sammelplätzen, wo in der Zeit um 2.000 v. Chr. Hirten dieses Gelände als Weideplatz für ihre Schaf- und Ziegenherden genutzt haben, sowie an Jägerstationen wie z.B. der "Hohler Stein", der laut archäologischer Erkenntnis auf die Zeit um 7.600 v. Chr. zurückgeht. Mit diesen geschichtlich bedeutenden Stationen endet unsere Wander- und Kulturreise, die wir in einem gemütlichen Appartment-Restaurant mit Sauna im Haus und Schwimmbad gegenüber in Vent ausklingen lassen.

 

Martin-Busch Hütte – Kreuzspitze und zurück

⇔2,8km            ⇑950m                       ⇓950m              Nettogehzeit 4:00

 

Martin-Busch Hütte – Vent, direkt

⇔4,8km            ⇑122m                       ⇓638m              Nettogehzeit 2:00

 

9. Tag

Abreise. Mit ÖPV können wir um 12:26 in München Hbf sein oder

 

Aufbaumodul:

9. Tag

Aufstieg zum Ramolhaus über das Ramoljoch

 

10. Tag

Abstieg über Langtaleckhütte, Schönwieshütte und Zirben Alm oder direkt nach Obergurgl/Hochgurgl.

 

11. Tag

Busfahrt nach Vent und Heimreise bzw. nach Ötztal-Bahnhof und über Innsbruck und München nach Norden.